Tag Archiv für Riedenburg

“Altmühltal und Umgebung” – mit dem Radl unterwegs

Heute möchte ich meine neueste Errungenschaft vom Büchermarkt vorstellen:

Für den bevorstehenden Sommerurlaub im Altmühltal habe ich mir Bruckmanns Radführer “Altmühltal und Umgebung” zugelegt.

Wolfgang Taschner und Michael Reimer haben darin 25 Radtouren beschrieben, die in drei Kapital gegliedert sind: Auf dem Altmühltal-Radweg, Romantisches Franken und Naturpark Altmühltal.

Für mich im unteren Altmühltal waren naturgemäß die Kapitel eins und drei am interessantesten. Im ersten Kapitel wird zunächst die Radtour von Beilngries nach Riedenburg und anschließend von Riedenburg über Kelheim nach Saal.

Die Strecke von Beilngries nach Riedenburg ist 32 km lang, ist in 2 1/4 Stunden gebquem zu schaffen und wird als leicht eingestuft. Die einzelnen Etappen sing kurz und sachlich beschrieben, genau soviel wie ein Radler zur ersten Information braucht. Dass die Autoren vom “Dorfzentrum” in Dietfurt schreiben, wird die Dietfurter, die seit 1332 stolz auf ihre Stadt sind, zwar zum Schmunzeln bringen und auch das Schloss Eggersberg, das einem während der Fahrt Kilometer lang im Sichtfeld liegt, sollte man vielleicht nicht übersehen.

Von Riedenburg bis Kelheim sind die wesentlichen Sehenswürdigkeiten alle angesprochen, insbesondere Brurg Prunn und die Tropfsteinhöhle Schulerloch zwischen Esssing und Kelheim.

Auch im Kapital “Naturpark Altmühltal” sind noch vier Radtouren im unteren Altmühltal beschrieben, die es wert sind, praktisch erprobt zu werden.

Zu allen Radturen gibt es das passende Kartenwerk im Format 1:75.000, alles präsentiert in einem handlichen Buchformat mit praktischer Spiralbindung.

Insgesamt gesehen beruht das Buch, das in einer Neuauflage von 2010 vorliegt, auf viel lobenswerter Fleiß- und Detailarbeit, ist mit 14,95 Euro auch preislich angemessen und hat durchaus eine gute Benotung verdient.

Bewertung (nach Schulnoten): Note 2
(“a Zwoara”, wie man im unteren Altmühltal sagen würde)

Und hier können Sie

den Radführer direkt bestellen:

 

Fußballklubs im unteren Altmühltal

Für Gäste und Einheimische gleicher Maßen interessant dürfte das Sportgeschehen im Altmühltal sein. Obwohl das untere Altmühltal keine größeren Stadte beherbergt – bis auf Kelheim liegen die Großgemeinden alle unter 10.000 Einwohner -, wird in diesen Städtchen ein überraschend guter Fußball gespielt. Die gerade zu Ende gegangene Punkterunde in den jeweiligen Ligen beweist das augenscheinlich.

Als beste Mannschaft schnitt der FC Beilngies ab, der in der Bezirksoberliga Oberpfalz einen guten 7. Platz belegte. Wer sich wundert, warum der oberbayerische Ort in der Oberpfalz spielt, muss nur 30 Jahre zurückgehen. Da gehörte der damals selbständige Landkreis Beilngries noch zur Oberpfalz.
Die zweitstärkste Mannschaft war die Nachbarstadt Dietfurt. Der TSV Dietfurt erreichte in der abgelaufenen Saison in der Bezirksliga Oberpfalz Süd den 6. Platz.
Ein Stück weiter altmühlabwärts folgt der TV Riedenburg, der in der selben Liga den 10. Platz belegt. Auch hier stammt die Klassenzugehörigkeit aus der Zeit vor der Gebietsreform, als das niederbayerische Riedenburg noch als selbständiger Landkreis zur Oberpfalz gehörte,
Das Schlußlicht unter den Städten des unteren Altmühltals bildet der ATSV Kelheim, der in der Kreisliga-I/1-Landshut auf den 3. Platz kam.

Nicht zu vergessen der SV Töging, der als “Dorfverein” in der Kreisliga 2 Regensburg Meister wurde und in die Bezirksliga aufsteigt sowie die Sportfreunde Essing, die in der A-Klasse 4 Kelheim auf dem 8. Tabellenplatz landeten.

Auf der Webseite der Bayerischen Fußball-Verbandes finden Sie Spielpläne, Ergebnisse, Tabellen u.v.m..

Fazit: Auf der kurzen Strecke des unteren Altmühltals gibt es reichlich guten Fußball zu sehen.

Volksfeste im unteren Altmühltal

Für Einheimische und Gäste gleichermaßen anziehend sind die jährlichen Volksfeste im unteren Altmühltal. Obwohl das Dietfurter Volksfest gerade schon vorbei ist, stehen noch drei weitere bekannte Volksfeste bevor:

  • Vom 12. bis 17. August 2010 folgt als nächstes das Volksfest in Kelheim. Das Fest beginnt mit dem Tag der Vereine“, gefolgt vom „Tag und Nacht der Tracht“, dem Tag der Königinnen“ ,  dem Glückstagmit dem Schafkopfrennen, dem Tag der Generationenund zum Abschluss demTag der Behörden“. Beim Bayernradar gibt es Näheres.
  • Danach folgt das Riedenburger Volksfest vom 19. bis 24. August 2010, das mit einer großen Rockparty am Volksfestvorabend startet. Ein weiterer Höhepunkt ist das Brilliantfeuerwerk am Montag, dem 22. August nach Einbruch der Dunkelheit. Die Sadt Riedenburg präsentiert das Programm im Internet.
  • Den Abschluss bildet das Volksfest in Beilngries vom 3. bis 7. September 2010. Hervorzuheben ist dabei besonders der Festzug am ersten Volksfestsonntag. Einzelheiten gibt es auf der Webseite der Stadt Beilngries.

Viel Spaß noch auf den Volksfesten!

“Das Schloss auf dem Berg”


heißt das neueste Werk von Anton Mayer aus dem Riedenburger Ortsteil Oberhofen. Der 84-jährige  ”Bauern Tone” erzählt darin die “Geschichte und Geschichten von Eggersberg und dem Schloss, von Altmühlmünster und Flügelsberg” auf Deutsch sowie “Mei Erlehm im Hoiz” im lokalen bayerischen Dialekt.

Das erste Kapitel “Das Schloss auf dem Berg: Eggersberg” ist der Geschichte des Schlosses und der Schulzeit des Autors in der Zwergschule in Eggersberg gewidmet. Da ich dieselbe Schule – wenn auch 30 Jahre später – besuchte und auch teilweise denselben Schulweg – zu Fuß – zu bewältigen hatte, hat gerade dieser Abschnitt die lebhaftesten Erinnnerungen in mir hervorgerufen.

Im zweiten Kapitel “Der Ort Eggersberg mit den früheren Ortsteilen” werden das Ende der Gemeinde Eggersberg beschrieben, die 1972 in die Stadt Riedenurg eingemeindet wurde, sowie die Veränderungen durch den Main-Donau-Kanal, der 1992 fertig gestellt wurde. Hier kommt die Leidenschaft des Autors durch, der als “Kanalgegner” über die Region hinaus bekannt geworden ist. Man muss seine Einstellung nicht teilen, aber sein Engagement wurde offensichtlich von der ehrlichen Sorge um die Umwelt geleitet. Zu diesem Thema ist auch das Erstlingswerk des Autors “Verloren – aber nicht vergessen” im Jahre 2000 erschienen.

Der Kern der Chronik wird mit dem dritten Kapitel “Die umliegenden Pfarreien und Orte” abgerundet. Hier geht es um Altmühlmünster, Deising, Meihern, St. Georg und Flügelsberg. Auch hier wird viel geschichtliches Wissen vermittelt, das ansonsten leicht in Vergessenheit hätte geraten können.

Schließlich schildert Anton Mayer im letzten Kapitel “Mei Erlehm im Hoiz” die tagtägliche Arbeit in seinem Wald, das im lokalen Dialekt als “Hoiz macha” kurz und treffend bezeichnet wird.

Kurz: Ein trotz der historischen Themen ein lebendiges und gelungenes Buch, das es verdient hat, gelesen zu werden, sei es nun von Altmühltalern oder Altmühltal-Freunden.

Das Buch ist im Dezember 2009 in der Tangrintler Medien Verlags GmbH Hemau erschienen und kostet 19,80 €. Erhältlich ist es beim Verlag und bei Anton Mayer in Oberhofen selbst.

Viel Spaß noch beim Lesen

Ihre / Eure

NadA

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